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08.10.2009
Die heute publizierte Energiestrategie für die Jahre 2010-2035 der Gemeinde Köniz hat erhebliche Mängel.
Der rot-grüne Gemeinderat von Köniz hat heute kurz vor den Gemeindewahlen einen billigen Versuch des Stimmenfangs im grünen Lager unternommen. Die 'Energiestrategie' ist genauso nutzlos wie schädlich für unsere Umwelt. Damit soll eine verfehlte Politik bis ins Jahr 2035 zementiert werden. Der rot-grüne Herbstnebel bleibt weiterhin hartnäckig über Köniz hängen. Mit eindrucksvollen Zahlen schlägt der aktuelle Gemeinderat von Köniz eine Strategie vor, deren Ausgang völlig ungewiss ist! Eine unabgestimmte, einseitige Betrachtung der Umweltpolitik mit den Argumenten der 80er Jahre. Da wird zB. von willkürlichen Reduktionen des Wärmebedarfes auf Gemeindegebiet (Private) und der Gemeindeverwaltung gesprochen, ohne von den damit verbundenen Kosten zu sprechen. So soll zB. der Wärmebedarf in der Gemeindeverwaltung um 25% gesenkt werden. Auf Gemeindegebiet (einschliesslich? ausschliesslich?) soll die Reduktion 20% betragen. Da wird von Tiefen-Geothermie gesprochen, ohne deren Möglichkeiten überhaupt zu prüfen. Also - nach dem Autor/in des Strategiepapiers - zusammen mit der Sonnenenergie die einzigen unerschöpflichen Energien. Ein Blick ins Wikipedia - Seismische Ereignisse in Basel/Kleinhüningen hätte dem/der Autorin die Problematik damit aufgezeigt. So bliebe dann also noch die Solarenergie.. Bei so unsicheren Lösungsansätzen von einem Verzicht auf 'nicht erneuerbare Energie' zu sprechen und gar in einem Strategiepapier bis 2035 zu zementieren ist nahezu fahrlässig. Weiter liest man da, dass Energie durchaus im Ausland eingekauft werden dürfe, wenn das ökonomisch und ökologisch möglich sei. Typischerweise wissen die Stromhändler (zB. die BKW) nicht, ob der Strom, den sie zukaufen, nun von Tschernobil od. einem anderen maroden Reaktor od. einem Öl- oder Kohlekraftwerk stammt. Wie also will die Gemeinde Köniz sowas sicherstellen? Und fossile Brennstoffe jeder Art werden ja abgelehnt.. Zudem wird nachts zB. von der BKW billiger Tschernobilstrom eingekauft, um Wasser in die Stauseen hochzupumpen. Das wird dann anderntags als teurer Strom 'aus erneuerbaren Quellen' verkauft. Das nenn' ich erneuerbar.... Bereits in der Einleitung werden munter alle möglichen Ziele gemischt, zusammengewürfelt und zusammengemengt. Mir fehlt bereits hier die Strategie des Strategiepapiers. Gespickt wird das Machwerk mit Grafiken aus dem Reich von 4B (Bunte Bilder für blöde Bosse - in diesem Fall Parlamentarier) die nicht mal farbig erscheinen.. Im übrigen geht es vermutlich eher darum: 'if you cannot convince them, confuse them!' (wenn du sie nicht überzeugen kannst, dann verwirre sie wenigstens). Nur Eines fehlt hier: das Preisschild! Zwar liefere ich Ihnen hier den Link auf dieses Papier, aber ich empfehle Ihnen, deutlich weniger Zeit aufzuwenden, als ich das tat: das Geschreibsel ist es nicht wert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das das Werk einer studierten Biologin, der Frau Gemeinderätin Rita Haudenschild, Grüne-Köniz, ist. Meine Schlussfolgerung: polemischer, ideologischer Wahlkampf auf tiefstem Niveau, der an der Parlamentssitzung vom 19.10.2009 ohne Zweifel nicht goutiert wird! Liebe Wählerinnen und Wähler: Die Computerindustrie, verdoppelt ca. alle 1 1/2 Jahre die Prozessorleistung. Und dabei werden die Preise für diese Bauteile in der gleichen Zeit halbiert. Denken Sie nur mal 4 Jahre od. gar 10 Jahre zurück und überlegen Sie sich, womit Sie damals gearbeitet haben. Stellen Sie sich vor, mit welchen Benutzeroberflächen (zB. Multitouch-Oberflächen wie beim iPhone) Sie in 5 Jahren denn arbeiten werden.. Moderne computergestützte Umwelttechnik und deren Simulationstechniken in Hochleistungsrechenzentren wie http://www.hlrs.de oder http://www.ethlife.ethz.ch/archive_articles/090921_monterosa_cscs, mit denen ich mich gerade im Studium (3. Bildungsweg ;-) ) beschäftige, machen derzeit noch viel beeindruckendere Fortschritte und liefern gute Resultate. Das ist nicht zuletzt auch ein Verdienst der Politik und des Drucks der Politik. Neue Industrien sind daraus entstanden, die bereits heute riesige Umsätze tätigen. 'Bush sei dank', haben wir Europäer hier die Nase vorn. Halten wir den Druck sinnvoll aufrecht, ohne Strategien für die nächsten 25 Jahre (!!!) mit heutigem, laien- und im vorliegenden Papier vorallem lückenhaften Verständnis zu erstellen und damit nützliche Verbesserungen zu blockieren oder gar zu verhindern! Grün sein wollen ist noch lange keine Politik.... Schauen Sie sich den Beitrag vom 20. Oktober 2009 von SF-TV (10 vor 10) an. Er zeigt auf, dass der Supercomputer in Lugano für Umweltsimulationen verwendet wird. Den neuen Erkenntnissen daraus dürfen wir uns nicht verschliessen. Ich bin gerne bereit, am Online Chat vom 31. Oktober 2009 auch über die Verwendung von Supercomputern Auskunft zu geben, sofern ich das kann. Ich kann Ihnen aber schon heute versichern: dagegen sind die Computer der ersten Mondlandung billige 1-Weg-Handies. Ich fahre mit meinen 50 Lenzen weiterhin täglich mit dem Rad zur Fachhochschule (unabhängig vom Wetter) und um 21:25 Uhr schnell (40km/h) zurück (leider nur 20km), damit ich meine Tochter Alyssa selbst zu Bett bringen und mit ihr 'Hundeli' spielen kann... angewandte Familien-, Gesundheits- und Umweltpolitik in Einem sozusagen ;-) . Wenn jeder einen solchen Effort leisten würde, wäre das Strategiepapier bereits jetzt Makulatur. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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